Ratenkredit | Privatkredit

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Ratenkredit/ Privatkredit

Der Ratenkredit stellt den wichtigsten Konsumkredit dar. Er ist ein Allzweckkredit. Meist wird er für mittelfristige Anschaffungen genutzt. Bei Ratenkrediten werden genaugenommen verschiedene Arten unterschieden: Kleinkredit, Anschaffungskredit bzw. Anschaffungsdarlehen und Kaufkredit. Die zentrale Eigenschaft des Ratenkredits (vgl. Namensgebung) ist die, dass er in meist in monatlich gleich hohen Raten zurückgezahlt wird. Durch die konstanten Raten und die festgelegte Laufzeit ist er für den Kreditnehmer gut planbar.

Top-Tipps Verbraucherratenkredit

§ Nach schriftlichem Abschluss und nur nach explizitem Hinweis darauf beginnt ein (mindestens) zweiwöchiges Widerrufsrecht. Falls man den Kreditvertrag widerruft, muss man diesen Schritt nicht begründen. Auch das an das Kreditvertrag gekoppelte Geschäft ist von dem Widerruf eingeschlossen. Man kann also auch nach Unterzeichnung des Vertrages noch in Ruhe überlegen, ob man den Kredit wirklich aufnehmen möchte.

§ Das zweiwöchige Widerrufsrecht schützt nicht nur Privatleute, sondern auch Gewerbetreibende wie z. B. Existenzgründer. Beiden gegenüber hat das Kreditinstitut obendrein Informationspflichten und gegenüber dem laufenden Kredit ein eingeschränktes Kündigungsrecht.

§ Weist der schriftliche Kreditvertrag Fehler im verpflichtend anzugebenden effektiven Jahreszins oder anderen Kostenpunkten auf, wird der Kredit per Gesetz für den Kunden zu günstigeren Konditionen berechnet.

§ Falls der Kredit bankseitig gekündigt wird, ist unbedingt auf eine nachvollziehbare Abrechnung zu achten. „Nicht verbrauchte“ Zinsen muss die Bank anrechnen!

§ Banken, die alte Kredite immer wieder neu umschulden wollen, sollten mit Argwohn betrachtet werden. In der Regel schlägt nur die Bank daraus Gewinn! Unter Berücksichtigung sämtlicher bei einer Umschuldung anfallender Kosten ist die für den Kunden am Ende nur eins: sehr teuer – und bestimmt nicht vorteilhaft.

§ Statt teure und nur wenig sinnvolle Restschuldversicherungen zusätzlich zum Kreditvertrag abzuschließen sollte man versuchen, dem Kreditinstitut bereits bestehende Risikolebensversicherungen abzutreten.

§ Ist der Abschluss einer Restschuldversicherung unabdingbare Voraussetzung für die Vergabe des Kredits und kann man dies durch einen Zeugen oder ein Schriftstück nachweisen, stehen die Chancen gut, dass als gesetzliche Sanktion der Kreditvertrag billiger wird. Restschuldversicherungen dürfen gesetzlich nicht verpflichtend für die Gewährung eines Kredites sein!

§ Ohne eine feste Zusage über ein neues Darlehen sollte man einen laufenden Kredit niemals kündigen. Ohne alternatives Darlehen ist man in der weitaus schlechteren Verhandlungsposition und manövriert sich unnötig in eine hohe Drucksituation mit Handlungszwang!

Privatkredit

Bei einem Privatkredit agiert der Darlehensgeber nicht gewerblich als Kreditinstitut, sondern als Privatperson.

In „unscharfen“ Formulierungen wird der Begriff Privatkredit sprachlich auch als Synonym für einen Konsumentenkredit an Privatkunden verwendet. Hierbei handelt es sich dann aber um einen Ratenkredit, der von Kreditinstituten eingeräumt wird.

Privatkredite werden häufig im Verwandtenkreis vergeben. Man spricht dann von Verwandtenkrediten. Grundsätzlich kann aber jeder beliebige Dritte als Privatperson als Darlehensgeber fungieren. Die Schwierigkeit bei der Vergabe von Privatkrediten an nicht nahestehende Personen liegt darin, dass die Bonität des Darlehensnehmers nur schwer valide zu ermitteln ist. Deshalb werden Privatkredite anteilsmäßig nur selten vergeben.

Im Internet entstehen auch im deutschsprachigen Raum Kreditbörsen, die im angloamerikanischen Raum viel weiter verbreitet sind. Hier sollen private Darlehensgeber und -nehmer mit Peer-to-Peer-Krediten zusammengebracht werden.

Grundsätzlich bestehen für Privatkredite die gleichen Vorschriften wie für gewerbliche Bankkredite. Der Kreditvertrag ist durch die § 488 ff. BGB geregelt. Im Falle des Privatkredites fallen für den Kreditnehmer eine Reihe von Schutzrechten weg:

§ Formvorschriften für Verbraucherdarlehensvertrag (§ 491 und § 492 BGB)

§ Kündigungsschutzregeln (§ 498 BGB: Gesamtfälligstellung bei Teilzahlungsdarlehen)

Das besondere Risiko eines Privatkredits liegt in der Formfreiheit der Darlehensverträge. Privatdarlehen können sogar formlos geschlossen werden. Diese Tatsache führt im Falle von Rückforderungen zu Beweisproblemen. Aus Sicherheitsgründen sollten Privatkreditverträge deshalb nur schriftlich geschlossen werden.

Negative Risikoselektion
Oft entseht die Überlegung, einen Privatkredit aufzunehmen durch die Ablehnung vorangegangener Anfragen bei Kreditinstituten. Es ist also davon auszugehen, dass die Banken haben das Kreditrisiko geprüft haben und zu der Entscheidung gekommen sind, dieses Risiko nicht tragen zu wollen. Gewährt man als Privatperson einen solchen Kredit, hat man folglich ein erhöhtes Kreditrisiko zu tragen.

Sicherheiten
Sämtliche Sicherheiten, die bei Bankkrediten gelten, können auch durch Privatpersonen vereinbart werden. Ein Risiko ergibt sich dabei jedoch dadurch, dass die Sicherheitenverträge juristisch korrekt formuliert sein müssen und die Einhaltung zu überwacht werden muss.

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