trenner

Der Weg aus dem Schulden-Labyrinth


So schwer dieser Eingangstipp bei aller Brisanz der Situation auch fallen mag: man sollte sein Schuldenproblem nicht zum Handicap für alle Lebensbereiche werden lassen. Tag für Tag nur damit zu verbringen, in Sorgen zu vergehen, was sicher eine naheliegende Reaktion ist, ist verloren und hemmt nachhaltig in jeglichem Vorankommen. Umdenken ist angesagt wie man nach und nach seine Ziele erreicht, auch wenn es ein mühsamer Weg ist.

Es ist gut, seine Zukunft weiter zu planen: was erwartet man konkret, wo sieht man sich zu einem Zeitpunkt X, welche Wünsche und Hoffnungen sollen sich unter Umständen bis dahin erfüllt haben? Konkrete Ziele vor Augen lassen einen die einzelnen Schritte auf dem Weg dorthin einfacher gehen und man ist besser in der Lage, dieses Ziel mit den aktuellen Schwierigkeiten in Einklang zu bringen und schließlich zu erreichen.

Man sollte unbedingt Kontakt mit den Gläubigern aufnehmen, falls es nicht bereits geschehen ist. Ist bereits über Möglichkeiten wie Teilzahlung oder Stundung verhandelt worden?

Welcher Geldbetrag ist (pro Gläubiger/insgesamt) nötig, um dem Gläubiger einen tragbaren Vergleich anzubieten? Dafür mindestens mit einer Quote von 50% kalkulieren.

Schulden Vergleich Gläubiger Gibt es eine dritte, neutrale Person, über die die Verhandlungen laufen? Besonders im Vergleichsfall, die für den Gläubiger zumindest mit einem Teilverlust seiner Forderungen einhergeht, ist es besser, dass ihm eine „unbelastete“ Person gegenüber sitzt, wo noch keine emotionale Voreingenommenheit besteht.

Selbst wenn es keine neutrale Verhandlungsperson gibt: dem Gläubiger sollte klar sein, dass ein Vergleich wenigstens die Möglichkeit darstellt, über die er überhaupt zu Geld kommt. Im schlimmsten Fall könnte es passieren, dass er leer ausgeht, wenn einfach keinerlei Zahlungsfähigkeit gegeben ist, weil die finanzielle Existenz des Schuldners nachhaltig zerstört ist. Dann ist es besser, der Gläubiger beißt in den sauren Apfel eines Vergleichs, der aber zu den oben genannten Konditionen kalkuliert sein sollte, damit er bereit ist, diesen Vorschlag zu schlucken.

Falls ein Vergleich (noch) keine akzeptable Variante darstellt, ist ein gutes Vorgehen, dass man zunächst einmal einen Rundbrief an alle Gläubiger richtet. Inhalt könnte sein (wenn dem natürlich auch so ist!), dass man sich derzeit leider außerstande sieht, auch nur kleine Ratenzahlungen leisten zu können und die obendrein keine Besserung der Lage brächten, weil sie vielleicht gerade einmal dazu reichen würden, Zinsen zu tilgen, die Gesamtforderungssumme jedoch nicht verringern. Setzt ein Gläubiger dann doch Vollstreckungsversuche in Gang, obwohl nichts zu pfänden ist, muss man nach der Zivilprozessordnung nicht für eine solche Forderung aufkommen.

Bevor man sich zur Schuldentilgung kleinste Raten vom Mund abspart, die obendrein die Schuldensumme nicht verkleinern, sondern vielleicht gerade einmal die anfallenden Zinsen decken, sollte man in Verhandlung mit den Gläubigern lieber auf einen Zeitgewinn und damit auf einen Zahlungsaufschub setzen. Schließlich tut sich auch der Gläubiger leichter, wenn er wenigstens sicher weiß, dass für einen bestimmen Zeitraum sicher kein Geld zu holen ist. Lieber klare Verhältnisse und dadurch Perspektiven, auf die man hinarbeiten kann als unklare Verhältnisse, die keine der beiden Parteien glücklich macht und letztlich wahrscheinlich zu einer Bildung oder Verhärtung von Fronten führt

Wer jedoch in der Lage ist zu zahlen, sollte dies auch unbedingt tun! Weiterhin eine Zwangsvollstreckung zu provozieren kann nicht das Ziel sein! Den Kürzeren zieht unter Garantier nur einer: der Schuldner. Besser ist es, ggf. über den bereits erwähnten neutralen Dritten, dem Gläubiger ein akzeptables Ratenangebot zu machen.
Zwangsvollstreckung Schulden

Egal, wie der Weg konkret aussieht: Hauptsache, man verfolgt eine durchdachte auf die Situation passende Strategie, an der man dann auch festhält. Zwar ist es manchmal nicht leicht, einen eingeschlagenen Kurs über längere Zeit einzuhalten, aber sicher besser, als ständig die Richtung zu ändern. Am Ende verliert man den Überblick und steht genau so in der Misere wie vorher. Vielleicht mag auch der Grund für die Schulden sein, dass man sich irgendwann ohne weiter einen roten Faden zu haben, verzettelt hat, so dass einem schließlich die Schulden über den kopf gewachsen sind? Diese Negativerfahrung sollte man auf dem Weg heraus aus den Schulden kein zweites Mal begehen. Es reicht, wenn man einen Fehler einmal begeht. Davon abgesehen verhandeln Gläubiger lieber mit Schuldner“partnern“, die in ihren Handlungen berechenbar sind als mit solchen, die ständig einen anderen Weg beschreiten. Dann büßt man als Schuldner schneller als einem lieb ist seine Glaubwürdigkeit ein – und hat ganz schlechte Karten für weitere Verhandlungen.

Bei Problemen rechtzeitig reagieren
Wer merkt, dass er den finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, sollte unbedingt schnellstmöglich Notbremse ziehen. Wer die Probleme verdrängt und meint, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt, würden sie schon vergehen, der irrt sich gewaltig. Vielmehr verschärft er die Situation unnötig, bis das Problem so weit angewachsen ist, dass es schließlich viel komplizierter geworden ist, wieder aus ihm herauszukommen.

Die häufigsten und schlimmsten Fehler im Anfangsstadium, während dessen man durchaus noch gute Verhandlungsmöglichkeiten hat, sind:
blank
§
Entweder aus Schamgefühl oder aus der Hoffnung heraus, dass er „schon irgendwie“ an Geld kommt verdrängt der Schuldner sein Problem anstatt bereits zu handeln. Die ersten Mahnschreiben landen sogar eventuell im Papierkorb.
blank
§
Auf der Suche nach Möglichkeiten, des Problems Herr zu werden, manövriert man sich oft noch tiefer in die Schuldenfalle. Durch eine Umschuldung beispielsweise tausch man nur eine alte Verbindlichkeit gegen eine neue und steht vor einer oftmals noch höheren Forderungssumme, die nicht selten mit schlechteren Konditionen als die alte verbunden ist. Dabei kann es obendrein noch passieren, dass der Kreditnehmer in die Fänge skrupelloser Kredithaie gelangt, die sich ihre Dienste mit Wucherkonditionen entlohnen lassen. Merke: eine Umschuldung lohnt nur, wenn der Schuldner z. B. von Freunden oder Verwandten Geld zu günstigeren Konditionen erhält.

Überschuldung Ratgeber Wenn eine Überschuldung droht, haben sich folgende Verhaltensweisen als gut erwiesen: Bereits bei den ersten Anzeichen sollte man mit den Gläubigern wie Bankinstitute u.ä. in Kontakt treten. Und zwar bestenfalls bevor der Kreditnehmer die erste Rate nicht entrichtet. Die Begründung für den Zahlungsengpass sollte man ganz offen ansprechen und schriftlich um Stundung bitten. Für den Fall, dass der Kredit bei einer Bank läuft, bei dem man jahrelang verlässlicher Kunde war, sollte die Zustimmung kein größeres Problem darstellen. Schon im eigenen Interesse, um die gute Stellung bei der Bank nicht einzubüßen, sollte der Kunde
seine Bank sofort darüber in Kenntnis setzen, wenn sich seine Finanzlage wieder entspannt hat. Gleichzeitig sollte man seine ausstehenden Forderungen begleichen.

Transparenz schafft Vertrauen
Ungleich komplizierter wird der Fall dann, wenn der Kreditnehmer nach Vogel-Strauß-Taktik die Mahnschreiben ignoriert hat und Zwangsmaßnahmen anstehen. In einem solchen Fall sind Verhandlungsversuche weitaus schwieriger und seltener von Erfolg gekrönt. Hier ist der beste Tipp, sich an eine Schuldnerberatungsstelle zu wenden.

Ein besseres „Schuldenklima“ durch neutrale Vermittler
Zwei Vorteile bietet die Kontaktierung einer Schuldnerberatungsstelle: einerseits muss der Schuldner nicht selber die schwierigen Gespräche mit den Gläubigern führen. Von den unangenehmen Inhalten abgesehen ist obendrein oft schon im Vorfeld das Gesprächsklima „vorbelastet“, wenn der Schuldner die Gespräche eigenständig führt.

Ein Schuldnerberater als neutrale Person kann diese Tatsache entschärfen, weil die Negativattribute nicht auf ihn assoziiert werden, ein Vorteil, wenn man in ein Verhandlungsgespräch geht. Zweitens vermittelt das Einschalten eines Schuldnerberaters dem Gläubiger, dass der Schuldner ernsthaft bereit ist, an der Problemlösung mitzuarbeiten. Durch die Vermittlungsleistung von Schuldnerberatern ist es oft möglich, drohende Zwangsmaßnahmen zumindest vorübergehend aufzuschieben. Statt dessen wird beispielsweise über eine den finanziellen Möglichkeiten des Schuldners angepasste Rückzahlungsvereinbarung versucht, das Problem zu lösen.

Ist die Schuldenlage aussichtslos, gibt es seit 1999 die Möglichkeit, in „Privatinsolvenz“ zu gehen. Dadurch kann verhindert werden, dass der Schuldner unter Umständen lebenslang auf seinen Schulden sitzt. Kann der Schuldner nachweisen, dass er sieben Jahre lang ehrlich und nachhaltig versucht hat, seine Schulden zu tilgen und hat sich obendrein nicht neu verschuldet, kann die Restschuld gestrichen werden. Während dieser Jahre muss der Schuldner aber z. B. auch bereit sein, pfändbare Anteile seines Gehalts zur Schuldentilgung einzusetzen





trenner
blank
Anbieter
Eff.
Zins
Angebote
blank blank blank
carcredit
blank
citibank
blank
Maxda Barkredit
blank
Easy Credit
blank
Netbank
blank
Santander
blank
blank
blank


Kreditwürdigkeit prüfen


blank
Anbieter
Kosten
Angebot
blank blank blank
1822Bank
blank
citibank
blank
DAB Bank
blank
DKB Cash
blank
Santander
blank
blank
blank