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Die Qual der Wahl: Die richtige Bank nach einem Bankenwechsel


Viele Kontoinhaber sind aus Gewohnheit bei ihrem Kreditinstitut. Es ist längst nicht an der Tagesordnung, dass Konditionen verschiedener Kreditinstitute kritisch miteinander verglichen werden oder dass man sich Gedanken darüber macht, welche Leistungen man überhaupt in Anspruch nehmen möchte. Die Entscheidung für eine Bank kann auch von dem Punkt beeinflusst sein, wie dicht das Filialnetz ausgebaut ist bzw. wie viele Geldautomaten des betreffenden Kreditinstituts zur Verfügung stehen.

Bank wechseln Ratgeber Tipps In anderen Bereichen, sei es, dass man eine Ware oder eine Dienstleistung erwerben möchte, sucht man auch nach Informationen, indem man sich beraten lässt, Bekannte fragt, Testberichte liest usw. Seine Bank wählt man jedoch oft nach dem Zufallsprinzip. Als Jugendlicher entscheidet man sich meist für die Bank, bei der schon die Eltern ihre Konten führen. Oder man nimmt die Bank um die Ecke, weil sie so schön nah ist. Manche haben sich deshalb für eine Bank entschieden, weil sie nahe der Arbeitsstelle liegt und man so in der
Mittagspause schnell seine Bankgeschäfte erledigen kann.

Vor-Ort-Präsenz ist mehr und mehr überflüssig
All die Auswahlkriterien, die die Wahl der Bank auf deren räumliche Nähe priorisierten, sind genaugenommen im Zeitalter des Online-Banking hinfällig. Vor allem jüngere Leute lassen sich von diesem Argument nicht mehr überzeugen. Durch diese Tatsache hat sich der Wettbewerb unter den Banken dahingehend verschärft, dass die Vor-Ort-Präsenz für bestimmte Institute gar nicht mehr erforderlich: egal wo der Hauptstandort ist, kann man die Wünsche der Kunden telefonisch, per Fax und vor allem online ausreichend bedienen. Und zwar bundesweit. Ein dichtes Filialnetz ist nicht mehr nötig und das spart Geld. Dies wird auch an die Kunden weitergegeben und schlägt sich z. B. in niedrigeren Gebühren nieder.

Generell unterscheidet man zwischen Universal- und Spezialbanken:
 
Universalbanken
Universal- oder Vollbanken bieten den Kunden die gesamte Breite der Banken- und Finanzdienstleistungsgeschäfte. Man unterteilt sie wiederum in:
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Privatbanken (Deutsche Bank, Commerzbank, Dresdner Bank etc.)
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Sparkassen und Girozentralen
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Volksbanken, Raiffeisenbanken, genossenschaftliche Zentralbanken
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Ausländische Banken in Deutschland (z.B. Credit Suisse, Bank of America etc.)
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Privatbanken (z.B. Bankhaus Metzler, Merkur Bank, Bankhaus Ellwanger & Geiger usw.)


Spezialbanken
Spezialbanken bieten nur einzelne Produkte des Bankgeschäfts an. Man unterscheidet:
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Hypothekenbanken oder Realkreditinstitute (z. B. Eurohyp, Bayerische Hypo- und Vereinsbank etc.)
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Investmentbanken (z. B. Goldman Sachs, Lehman Brothers usw.)
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Bausparkassen (z.B. Schwäbisch-Hall, Wüstenrot usw.)
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Direktbanken (z. B. ING-DiBa, comdirect, 1822direkt)
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Wertpapiersammelbanken (Clearstream)
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Kreditinstitute mit Sonderaufgaben (Kreditanstalt für Wiederaufbau, IKB Deutsche Industriebank, Leasingbanken)

Großbanken nur bei spezifischem Bedarf wählen
Wer Wert auf eine individuelle und kompetente Anlageberatung, ist bei einer privaten Großbank gut aufgehoben. In der Regel sind diese Kreditinstitute auch international aufgestellt. Nachteil dieser Banken ist jedoch, dass der Kunde für die Dienstleistungen verglichen mit anderen Kreditinstituten meist mehr zahlen muss.

Sparkassen und Girozentralen
Die öffentlich-rechtlichen Sparkassen bilden neben privaten und genossenschaftlichen Kreditinstituten die dritte Säule des deutschen Bankensystems. Ursprünglich wurden sie gegründet, um auch der weniger wohlhabenden Bevölkerungsschicht die Chance zu geben, günstige Kredite aufzunehmen und das Ersparte sicher anzulegen. Die Sparkassen haben ihr Angebot auf das von Universalbanken
Ratgeber Bankwechsel
ausgeweitet, so dass auch seit langen schon Unternehmen Sparkassen als ihre Hausbank wählen.

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Sparkassen
Anstalten des öffentlichen Rechts. Sie werden getragen von Städten, Landkreisen oder von Zweckverbänden. Das führt dazu, dass Sparkassen besonders sicher sind: gerät ein Institut in Liquiditätsnöte, muss der zuständige Gewährsträger sie unterstützen. Aber heutzutage haben auch private und genossenschaftliche Banken Sicherheitseinrichtungen und sind deshalb als nicht weniger sicher als Sparkassen einzustufen. Die Ausnahme bilden höchstens eine geringe Anzahl von Kleinbanken, die nicht über ein solches Sicherheitssystem verfügt.

Sparkassen haben ein dichtes Filialnetz: in einzelnen Stadtteilen aber auch in ländlichen Gegenden sind verlässlich Niederlassungen von Sparkassen zu finden. Außerdem haben die Sparkassen das dichteste Netz an Geldautomaten. Zwar agieren die einzelnen Sparkassen als einzelne Institute, sind aber in der Sparkassen-Finanzgruppe zusammengeschlossen: an mehr als 24.000 (Stand 2009) Geldautomaten kann man als Sparkassenkunde deutschlandweit gebührenfrei Geld ziehen.

Direktbanken
Ursprünglich waren viele Direktbanken als sogenannte Discount-Broker auf dem Markt. Sie sprachen erfahrene Wertpapier-Kunden an, die keine Beratung benötigten und gezielte Aufträge zum Kauf oder Verkauf bestimmter Effekten erteilten. Dass keine Beratungsleistung geboten wird, schlägt sich in Nachlässen bei der Provision nieder. Hierbei sind fünfzig Prozent und mehr Ersparnis möglich.

Das deutsche Bankgeheimnis
Dem Bankgeheimnis kann in Deutschland niemand vertrauen: normalerweise reicht schon der Verdacht auf eine Steuerstraftat, um Einblick in die Kontounterlagen eines Bankkunden zu bekommen.

Kundenseitiger Bankwechsel
Ist der Kunde unzufrieden mit der Geschäftsverbindung zu seiner Bank oder liegt ihm ein Angebot eines anderen Kreditinstitutes zu besseren Konditionen vor, liegt es nahe sich Gedanken über einen Bankenwechsel machen. Aber es gibt auch ein Umzug kann ein Grund für einen Bankenwechsel sein. Was gibt es also bei einem Wechsel der Bankverbindung zu beachten?

Bank wechseln Dauerauftrag ändern Zunächst sind alle Daueraufträge, Einzugsermächtigungen usw. zu ändern. Eine Alternative ist es, nicht sofort sein altes Konto aufzulösen und während einer Übergangszeit zwei Konten parallel zu führen. Erst nach und nach – wenn sich das neue Kreditinstitut wirklich bewährt hat – kann man dann Daueraufträge etc. auf das neue Konto verlagern und sich von der alten Bank gänzlich trennen. Die meisten Kreditinstitute offerieren mittlerweile einen speziellen Service beim Bankenwechsel. Dabei übernimmt die neue Bank z. B. die Schritte, um Daueraufträge und Lastschriften zu ändern und fordert alten Kontounterlagen an. Normalerweise sollte sie auch dieselbe Höhne des Dispokredites auf dem neuen Konto gewähren.

Ein Bankkunde hat dabei übrigens gegenüber seiner alten Bank die Möglichkeit, jederzeit fristlos zu kündigen. Dies ist auch in den AGB der Banken festgehalten, falls keine abweichende Kündigungsregel vereinbart wurde oder der Kunde nicht über einen Kredit o. ä. durch eine feste Laufzeit an die Bank gebunden ist.

Die Bank kündigt das Konto
Aber auch der umgekehrte Fall kommt vor: die Bank kündigt dem Kunden. Wenn Bankkunden in immense finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, kommt es häufig vor, dass das Kreditinstitut die Konten kündigt. Wenn z. B. eine Kontopfändung bearbeitet werden muss, bedeutet das für die Bank zusätzlich entstehende Kosten. Obendrein stellt die Tatsache einer Kontopfändung für die Bank in naher Zukunft keine guten Aussichten auf Gewinne dar. Der Kunde ist also ein Minusgeschäft. Für den Kontoinhaber wird die Luft jedoch bei einer Kontopfändung dünn. Denn falls er von seiner Bank gekündigt würde, wäre er de facto aus dem wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen.

Das Girokonto ist der Dreh- und Angelpunkt dafür. Ohne ein Girokonto ist einer Person keine wirtschaftliche Existenz möglich. Falls aber doch der Super-GAU eintritt und einem von der Bank gekündigt wird, so gibt es dennoch einen Ausweg: mit der ZKA-Empfehlung (siehe auch Menüpunkt zum Girokonto) haben sich die Banken dazu verpflichtet, jedem ein Guthabenkonto einzurichten, das im Unterschied zum „echten“ Girokonto keine Überziehungslinie hat. Für die bankseitige Kündigung gibt es also Grenzen, allerdings muss man formell unterscheiden zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung der Geschäftsverbindung zwischen Kreditinstitut und Bankkunde gilt eine mindestens sechswöchige Frist.

Nur wenn für die Bank aus einem wichtigen Grund eine ordentliche fristgemäße Kündigung nicht tragbar ist, darf sie außerordentlich mit sofortiger Wirkung – also fristlos – kündigen.

Wenn die Bank die komplette Geschäftsverbindung inklusive des Girokontos kündigt, beginnt nach den AGB der Banken eine Frist von mindestens sechs Wochen zu laufen. Erst mit Ablauf dieses Zeitraums wird die Kündigung ordentlich wirksam. Durch diese Frist soll der Bankkunde die Möglichkeit haben, eine neue Bankverbindung herzustellen. Sechs Wochen sind die Mindestlaufzeit für diese Frist. Selbständige und Unternehmen haben es schwieriger, eine neue Bankverbindung aufzubauen, hier sollte eine Frist bei etwa drei Monaten liegen.

Für die Banken gilt bei einer ordentlichen Kündigung „Rücksichtnahmepflicht“, die sogar in deren AGB aufgeführt ist. Sinngemäß beinhaltet diese Rücksichtnahmepflicht, dass die Bank Rücksicht auf die berechtigten Belange des Kunden nehmen muss, wenn sie von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Die Bank darf z.B. nicht ohne Vorwarnung überraschend kündigen. Dies wäre eine unzulässige Kündigung zur Unzeit, wie es im Fachjargon heißt. Eine Kündigung darf also seitens der Bank nicht völlig unvorbereitet erfolgen.
Bank wechsel Tipps

Wird die Kündigung von der Bank ausgesprochen, sollte man unabhängig von der Übergangsfrist eine gegebenenfalls weitere Übergangszeit mit der Bank aushandeln, damit man sich auf eine geregelte Suche nach einem neuen Kreditinstitut machen kann.

Wenn ein Kreditinstitut fristlos auf außerordentlichem Weg kündigen, muss sie einen „wichtigen Grund“ angeben können. Dieser liegt nur dann vor, wenn es der Bank unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls und nach Abwägung der Interessen sowohl der Bank als auch des Kunden unzumutbar ist, die Geschäftsbeziehung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist fortzusetzen. Wenn sich die Wirtschaftslage eines Unternehmens drastisch verschlechtert oder Insolvenz droht, kann das beispielsweise der Fall sein.

Festzuhalten ist, dass eine Kündigung des Kontos unbedingt vermieden werden sollte. Nachfragen der Bank sollte man ernst nehmen und ein Bankgespräch vereinbart werden. Zu diesem hat man sich gut vorzubereiten, indem man alle Unterlagen in geordneter Form mitnimmt und sich auch eine Gesprächsstrategie überlegt hat, dass die Geschäftsbeziehung fortgeführt wird. Am besten gelingt dies, wenn man vermitteln kann, dass beide Seiten einen Gewinn an deren Fortbestand haben. Verhandlungsergebnisse sollten schriftlich festgehalten und bestätigt werden.

Die zehn Gebote für einen reibungslosen, stressfreien Bankwechsel
 
1.
Eine bestehende Bankverbindung sollte man wenn möglich nie zu eilig und damit unüberlegt kündigen. Zunächst sollte man ganz in Ruhe ein Girokonto beim neuen Kreditinstitut eröffnen. Dabei kann man gleich mit dem Bankberater besprechen, welche hilfreichen Serviceleistungen beim Wechsel angeboten werden.
 
2.
Etwa zwei Monate sollte man beide Konten parallel laufen lassen. Bis alle Abläufe reibungslos geändert sind (sprich: falls „Fehlbuchungen“ auftreten), kann das Nerven sparen helfen.
 
3.
Auf das neue Konto sollte man von seinem bestehenden Konto einen entsprechenden Betrag überweisen und damit Bankgeschäfte wie Überweisungen tätigen. So gewöhnt man sich besser an eventuell etwas veränderte Abläufe.
 
4.
Gleich bei Kontoeröffnung sollte man in Erfahrung bringen, wie man schnellstmöglich an Bankkarte („EC-Karte“), Geheimcode, Online-Zugang mit TANs und ggf. Kreditkarte kommt. Bevor nicht all diese Dinge geregelt sind, kann das alte Konto nicht gelöscht werden.
 
5.
Auch auf dem neuen Girokonto sollte man sich einen Überziehungskredit („Dispo“) einrichten. Entweder, die neue Bank übernimmt den Kreditrahmen des alten Kontos, oder man legt die zwei bis drei letzten Gehaltsbescheinigungen vor, um ihn zu bestimmen.
 
6.
Zur besseren Übersicht sollte man sich eine Liste mit sämtlichen Unternehmen, Behörden und Institutionen zusammenstellen, die eine Mitteilung über die geänderte Kontoverbindung benötigen (beispielsweise für Lastschriften, Gutschriften aus Kapitalerträgen, nebenberufliche Einnahmen etc.).
 
7.
Bei einer Kontoänderung als Selbständiger nicht vergessen, auch die Geschäftspartner umgehend über die neue Bankverbindung zu informieren. Dies geschieht am besten schriftlich über einen formlosen Serienbrief per Mail. Dies spart wiederum Zeit.
 
8.
Auch nach der Information der Geschäftspartner sollte die alte Bankverbindung noch mindestens sechs bis acht Wochen aufrechterhalten werden. Teilweise wird die Kontoänderung nicht gleich registriert und/oder zu spät in den Unterlagen vorgenommen. Wenn man beobachtet, dass Geschäftspartner weiterhin über die alte Kontoverbindung buchen, sollte man diese umgehend telefonisch auf die vorangegangene Mail verweisen.
 
9.
Angestellte informieren den Arbeitgeber am besten direkt nach einer gerade erfolgten Gehaltszahlung, dass ab den Folgemonat die Überweisung auf ein anderes Konto gebucht wird. So ist man auf der sicheren Seite: Das Gehalt für den vergangenen Monat ist über das alte Konto verfügbar und bis zur nächsten Zahlung bleibt dem Arbeitgeber noch ausreichend Zeit für die Aktualisierung der Kontodaten.
 
10.
Sind all diese Schritte erledigt, kann man das Konto bei der alten Bank endgültig aufzuheben. Das Geld wird entweder auf das neue Konto überwiesen oder man lässt es sich auszahlen.





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