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Voraussetzungen für einen Kredit


Als Privatmensch einen Kredit zu bekommen, gleicht mitunter einem Spießrutenlauf. Da fragt man sich berechtigterweise, warum fragwürdige Großkreditnehmer freizügig Milliardenkredite gewährt bekamen, aber bei „Peanut-Beträgen“ von z. B. 10.000 Euro ein Eiertanz losgeht. Das scheint sich auch in der Finanzkrise nicht wesentlich zu ändern, obwohl immer wieder betont wird, dass die Gewährung eines Kredits für Privatleute und Kleinunternehmer gerade jetzt wichtiger denn je sei und unkomplizierter vonstatten gehen sollte. Statt dessen wird man als Kreditantragsteller weiterhin peinlichst genau durchleuchtet. Mitunter möchte man mutmaßen, dass die Kreditinstitute außer Acht lassen, dass sie an den Kreditgeschäften ordentlich verdienen.

Immobilienfinanzierung Schließlich „kauft“ der Antragsteller den Kredit bzw. die „Ware“ Geld zu Konditionen, die der Bank wiederum Umsätze beschert. Bei einer Immobilienfinanzierung mit sehr langen Laufzeiten kommt es nicht selten vor, dass nach Rückzahlung des Kredites inklusive aller anfallenden Gebühren und Verzinsungen die Immobilie gleich zweimal gezahlt wird, wenn man den ursprünglichen Kaufpreis zugrunde legt. Da soll noch einer sagen,
dass die Banken nicht gut an ihren Kreditkunden verdienen würden.

Gleichzeitig ist es natürlich so, dass die Banken im Rahmen der Überprüfung des Antragstellers ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen müssen. Dafür sollte der Antragsteller aussagekräftige, geordnete Unterlagen zur Verfügung stellen. Das Geldinstitut möchte verständlicherweise so weit wie möglich das Risiko minimieren, dass der Kredit nicht gänzlich zurückgezahlt werden kann. Wenn das nur einmal auch bei den Millionen- und Milliardengeschäften so ernsthaft geprüft würde...

Auch wenn man sich eventuell über die „Umstandskrämerei“ seiner Bank ärgern mag, so sollte sie doch die erste Anlaufstelle für einen Kreditantrag sein. Angebote von Kreditvermittlern sollte man generell mit ausreichend kritischer Skepsis betrachten. Wer eine Kreditvergabe ohne Sicherheiten und ohne Bonitätsprüfung anpreist, muss als unseriös eingestuft werden. Im Vorfeld werden oft allein für die Antragstellung Vermittlungsgebühren oder Provisionen kassiert, egal, ob der Kredit im Endeffekt gewährt wird.

Generell ist es so, dass wirklich jede Privatperson oder Firma auf Kreditwürdigkeit geprüft wird. Folgende drei Punkte werden immer kontrolliert:

Die Kreditfähigkeit
Die Kreditfähigkeit bezeichnet die rechtliche Fähigkeit natürlicher und juristischer Personen, einen Kredit aufzunehmen. Mit Jugendlichen oder nicht geschäftsfähigen Personen sind Kreditgeschäfte untersagt. Nebenbei bemerkt dürfen Girokonten für Minderjährige nur auf Guthabenbasis geführt werden! Dies ist im BGB geregelt.


kreditfähigkeit
Ein Dispositionskredit ist nicht möglich, selbst wenn die Eltern schriftlich zustimmen würden. Eine Ausnahme wird nur dann gemacht, wenn das Vormundschaftsgericht zustimmt, dass ein Minderjähriger einen Kredit gewährt bekommen darf. Dies ist in der Praxis aber extrem selten.

Persönliche Kreditwürdigkeit
Persönlich kreditwürdig ist ein Kunde dann, wenn das Kreditinstitut ihn als seriös einstuft und seine wirtschaftliche Lage positiv beurteilt wird. Die Bank überprüft beispielsweise die Zahlungsmoral des Kunden, die Zuverlässigkeit in geschäftlichen Dingen oder auch sein berufliches Engagement.

Wirtschaftliche Kreditwürdigkeit
Die wirtschaftliche Kreditwürdigkeit wird immer geprüft, ob es sich nun um einen privaten oder einen geschäftlichen Kreditantrag handelt. Auskunft holen sich die Kreditinstitute dabei von der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (SCHUFA). Anhand dieser Auskünfte ist feststellbar, ob der Antragsteller anderweitige Verpflichtungen hat, denen er nicht nachkommt, ob es Pfändungsbeschlüssen gegen ihn gibt oder ob er mit Ratenzahlungen im Rückstand ist.

Schufa Eintragung Überprüfen Seine SCHUFA-Eintragungen sollte man überprüfen
Drei Jahre wird in einer persönlichen SCHUFA-Datei gespeichert, wenn man sogenanntes „abweichendes Zahlungsverhalten“ (ausreichend gemahnte noch nicht beglichene Forderungen u.ä.) an den Tag legte oder trotz Kündigung das Konto weiter genutzt hat (Kontomissbrauch).

Auch Informationen, ob eine eidesstattliche Versicherung (laut Schuldnerverzeichnis) angemahnt wurde oder wenn eine Verbraucherinsolvenz beantragt wurde bzw. besteht sind eingetragen. Spätestens nach den drei Jahren müssen sie gelöscht werden (Beträge von unter 1000,- Euro werden nach einem Monat gelöscht).


Ist eine vormals eingetragene Forderung beglichen, muss auch dies eingetragen werden. Hier passieren aber oft Fehler (z. B. dann, wenn die Forderung an ein Inkassoinstitut abgetreten wurde und er vorangehende Gläubiger, der die Eintragung veranlasst hat, diesen Geschäftsvorfall nicht mehr verfolgt.). Deshalb ist es ratsam zu überprüfen, ob die Löschung auch tatsächlich erfolgt ist. Eine mündliche Auskunft kann man kostenlos erfragen, eine schriftliche Auskunft gegen wenige Euro Schutzgebühr anfordern.

So optimiert man sein "Kreditklima“
Bei einem Kreditantrag schauen die Banken selbstverständlich erst einmal auf die nüchternen Zahlen und beurteilen, wie es um die Sicherheiten steht. Aber auch der persönliche Eindruck des Antragstellers ist keineswegs zu unterschätzen. Ein überzeugendes und selbstbewusstes Auftreten gegenüber den Bankern wirkt sich definitiv vorteilhaft auf den Entscheidungsprozess aus, ob der Kredit gewährt wird oder nicht. Man sollte sich zum Ziel setzen, sein Gegenüber zu begeistern und ihm auf nachvollziehbare Weise die eigenen Visionen darlegen. So kann man den Banker quasi zum Partner der eigenen Pläne machen – wer höher pokert und einiges Geschick und Erfahrung mitbringt, kann unter Umständen sogar eine Bank gegen die andere ausspielen.

Folgende Tipps sollte beim persönlichen Bankgespräch aber jeder beherzigen:
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Man sollte der Bank ein Maximum an Transparenz über den Vermögensstatus geben. Im Vorteil ist derjenige, der all seine Finanzgeschäfte über eine Bank abwickelt und somit alles unkompliziert eingesehen werden kann.
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Transparenz heißt auch, dass man offen ansprechen sollte, falls man früher beispielsweise einmal Schwierigkeiten hatte, einen Kredit zurückzuführen. In so einem Fall sollte man gleichzeitig erklären, warum man sich sicher ist, dass das diesmal nicht geschehen wird. Obendrein wird die Bank jegliche „Altlasten“ sowieso über die SCHUFA-Auskunft in Erfahrung bringen. Da ist es besser, gleich mit offenen Karten zu spielen und so einen Vertrauensvorschuss zu gewinnen.
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Vor dem Erstgespräch sollte man eine übersichtliche Vermögensbilanz zusammentragen.
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Für den Bankangestellten muss nachvollziehbar sein, was mit Kredit finanziert werden soll. In einigen Fällen mag das auf der Hand liegen, in anderen ist dies aber nicht von Haus aus der Fall (z. B. Existenzgründungen o.ä.). Hierbei ist es wichtig, sich verständlich auszudrücken und nicht – falls man in ein Spezialgebiet einsteigt – dem Nicht-Fachmann schwer verständlichen Fachwortschatz um die Ohren wirft. Im Endeffekt würde dies zu Lasten der Überzeugungskraft gehen.
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Man sollte sich rechtzeitig darüber Gedanken machen, welche Sicherheiten man bieten kann. Dies sind nicht nur beispielsweise die Gegenstände selbst, die mit dem Kredit angeschafft werden könne, sondern auch Bürgschaften, Abtretungen, Übereignungen etc.
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Wer mit der Rückführung des Kredits in Verzug kommt, muss das Kreditinstitut im eigenen Interesse unverzüglich darüber in Kenntnis setzen. So lassen sich umgehend weitere Schritte einleiten und das Geschäftsverhältnis wird nicht nachhaltig getrübt.
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Ohne mit der Bank im Vorfeld eine Vereinbarung getroffen zu haben darf man unter keinen Umständen das vereinbarte Kreditlimit überschreiten.








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