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Berechnung des effektiven Jahreszinses


Will man bestimmen, ob man ein teures oder ein günstiges Kreditangebot vorliegen hat, so muss der Blick folglich in erster Linie auf den effektiven Jahreszins des Kredits gehen und nicht auf den ebenfalls angegebenen Nominalzins, der ausschließlich den Zinssatz wiedergibt, der im Vertrag als Prozentsatz für die Kapitalüberlassung vereinbart ist. Da allein der effektive Jahreszins maßgebend für den Kreditvergleich ist, sind Darlehensgeber auch gesetzlich verpflichtet (§ 1 Abs. 4 Preisangabeverordnung, § 4 Verbraucherkreditgesetz), den effektiven Jahreszins in ihrem Angebot offen zu legen.

Berechnung des effektiven Jahreszinses Es geschieht jedoch immer wieder, dass falsche oder zumindest unklare Angaben gemacht werden. Je niedriger der effektive Jahreszins ausfällt, umso günstiger ist normalerweise der Kredit. Beim Vergleich ist jedoch darauf zu achten, dass die Rahmenbedingungen der verglichenen Kredite gleich oder zumindest ähnlich sein müssen. Dies gilt allen voran für die Gesamtlaufzeit, denn anderenfalls liefert der Vergleich über den effektiven
Jahreszins nur ungenaue Anhaltspunkte. Und wie bereits an anderer Stelle erwähnt darf man nicht vergessen, die Kosten wie z.B. einer Restschuldversicherung in die Berechnung mit einzubeziehen, da diese normalerweise nicht im effektiven Jahreszins enthalten sind.

Der effektive Jahreszinses wird nach folgender Formel bestimmt:
 
 
Gesamtkosten (alle Zinsen und Kosten) x 2.400
Effektiver Jahreszins: --------------------------------------------------------------------------
 
Nettokredit x (Laufzeit in Monaten + 1)

Es handelt sich um die sogenannte Uniform-Methode, die auch vom Bundesgerichtshof zu Nachprüfzwecken anerkannt wird. Sie stellt neben anderen Berechnungsmöglichkeiten die umkomplizierteste Methode der Bestimmung des effektiven Jahreszinses dar.

Bei der Variablen „Gesamtkosten“ innerhalb der Formel müssen sämtliche anfallenden Spesen, Gebühren und Zinsen berücksichtigt werden. Sie beeinflussen das Ergebnis enorm und wird eine oder mehrere Positionen vergessen, kann dem Ergebnis nur eine geringe Aussagekraft beigemessen werden.

Ein Beispiel (in dessen Berechnung die Restschuldversicherung „RSV“ berücksichtigt wird):
 
Beantragtes Darlehen
EUR 20.000,-
   
Fremde Kosten (5 % Courtage)
EUR 1.000,-
   
Kreditzinsen 0,9 % monatlich incl. „packing“
EUR 9.072,-
   
Bearbeitungsgebühr, Spesen
EUR 345,-
   
RSV EUR 800,- anteilig
EUR 400,- EUR 400,-
  ----------------------------------
Gesamte Kreditkosten
EUR 10.817,-
   

Anhand der Uniform-Methode lässt sich der folgende effektive Jahreszins berechnen:
 
E = (10.817 x 2.400) / (20.400 x 49) = 25,97 %
 
Die Restschuldversicherung wird in der Formel folgendermaßen berücksichtigt:
 
 
(Gesamtkosten (alle Zinsen und Kosten) + ½ RSV) x 2.400
Effektiver Jahreszins: ----------------------------------------------------------------------------
 
(Nettokredit + ½ RSV) x (Laufzeit in Monaten + 1)

Ein immenser Zinssatz also, wenn man bedenkt, dass es von Universalbanken bereits für einen effektiven Jahreszins von unter 10% Kredite gibt. Bei solch hohen Zinsen muss man immer die Frage stellen, ob der Kredit überteuert ist, oder ob die Bedingungen gar wucherisch und somit sittenwidrig sind.

Wo beginnt der Wucher?
Erst seit Anfang der 1980-er Jahre hat der Bundesgerichtshof bindende Entscheidungen getroffen, ab wann ein Kredit als Wucher gilt. Um nachfolgende Zusammenhänge besser herauszustellen, gilt es zunächst, den Begriff Wucher genauer zu definieren:

Wucher bezeichnet die Ausbeutung eines anderen zur Erzielung eines unberechtigten Gewinns. Betrachtet man den Begriff erweitert, also über die materielle Ebene auch auf die moralische Ebene hinaus, so ergibt sich der juristische Begriff Sittenwidrigkeit. Dieser wiederum ist in § 138 BGB geregelt:

Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher.
I. Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.
II. Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.

Das Wichtigste bei der Beantragung eines Kredits ist und bleibt also: Erst überlegen – das heißt vor allem rechnen – und erst dann unterschreiben! Wer also auf einen Kredithai hereinfällt, dem muss man auch eine gehörige Portion Dummheit und Leichtsinnigkeit unterstellen. Gleichzeitig sollte man sich bewusst machen, dass nur etwa die Hälfte der durch einen Konsumentenkredit verschuldeten Haushalte „sinnvoll“ einen Kredit aufgenommen
Kredit beantragen Tipps
hat: die andere Hälfte hat „Luxuskredite“ aufgenommen, um ihren Konsumzwang zu befriedigen.

Dies ist generell die verkehrte Entscheidung. Als Beispiel kann angeführt werden, dass etwa knapp die Hälfte aller Autos und ein Drittel aller Möbel auf Kredit gekauft werden. Bei einer solch unüberlegten Kauflust, bei der die Kreditnehmer selbst kleinste und obendrein allseits bekannte Vorsichtsregeln außer acht lassen, wäre es ungerecht, die Schuld allein einem „Kredithai“ oder „Wucher“ aufzubürden. Fairerweise und ordnungshalber muss in diesen Fällen auch die schlichte Dummheit des Konsumenten berücksichtigt werden, der nicht überlegt oder gar gerechnet haben kann, wenn er seine Unterschrift unter ungeheuerliche und möglicherweise sogar existenzvernichtende Verträge setzt.








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